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Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Einführung in die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie: Bodendenkmäler und materielle Kultur als Quelle europäischer Geschichte
(Seminar, 4 SWS, Modul des ISA-Studiums):
Planung und Ausgestaltung der Lehrveranstaltung, der Referats- und Hausarbeitsthemen und der Bibliographie; verantwortlich für den Unterricht und die Betreuung und Bewertung von Referaten und Hausarbeiten; Organisation von Tagesexkursionen.

Dieses Seminar wurde im Herbsttrimester 2012 sowie im Frühjahrs- und Herbsttrimester 2013 als eintrimestriges Modul angeboten; im Frühjahrs- und Herbsttrimester 2014 lief es als zweitrimestriges Modul. Im Herbsttrimster 2014, im Winter- und Frühjahrtrimester 2015 sowie im Winter-, Frühjahrs- und Herbsttrimester 2016 und 2017 wurde dieses Seminar wieder als eintrimestriges Modul angeboten.

 

Idee und prinzipieller Aufbau des Seminars

Im Mittelpunkt des Seminars stehen mit Bodendenkmälern und materieller Kultur die klassische Untersuchungsgegenstände der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie. Objekte aus der materielle Kultur bzw. Überreste von von Menschen gemachten und benutzten Dingen liegen aus nahezu allen Zeiten vor, und anhand dieser Objekte und Artefakte lassen sich viele Aspekte vergangener Lebenswelten und Epochen schlaglichtartig erforschen. Zudem ist die Menschheitsgeschichte ist in weiten Teilen schriftlos, und nur über Bodendenkmäler und materielle Kultur zu fassen. In über schriftliche Quellen erfassbaren Zeiten stellen Bodendenkmäler und materielle Kultur eine willkommene Ergänzung historischer bzw. kulturhistorischer Forschung dar.

Das Seminar „Einführung in die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie: Bodendenkmäler und Materielle Kultur als Quelle europäischer Geschichte“ hat einen Umfang von 4 SWS (Semesterwochenstunden). Die Studierenden werden in diesem Seminar zunächst in einer Einführung mit Theorien und Methoden zur Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie vertraut gemacht und erlernen die entsprechende Quellenkritik. Anschließend erarbeiten sie sich anhand von ausgewählten Fallbeispielen von der Steinzeit bis zur Wikingerzeit ein thematisch abgegrenztes Gebiet materieller Kultur. Dieses Thema wird in einem Referat im Seminar präsentiert und in einer Hausarbeit schriftlich ausgearbeitet. Fester Bestandteil des Seminars ist der Besuch des archäologischen Museums Hamburg und des archäologischen Wanderpfads in der Fischbeker Heide, um eine optimale Anbindung an materielle Kultur vor- und frühgeschichtlicher Epochen und an archäologische Fundstellen Norddeutschlands zu gewährleisten.

Lernziele

Die Studierenden üben anhand eines spezifischen, von ihnen gewählten Themas, welches in einer Präsentation im Seminar vorgestellt und im Rahmen einer Hausarbeit vertiefend bearbeitet wird, den Umgang mit verschiedenartigen materiellen Quellen, lernen sie in ihrer Aussagekraft zu bewerten und im Hinblick auf konkrete Fragestellungen zu benutzen. Die im Seminar vorgesehene Präsentation übt das Vortragen eines spezifischen Themas mit Bildmaterial, und in der nachfolgenden Diskussion müssen die Studierenden spontan auf die Fragen ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen eingehen und mündlich stringent argumentieren. Die Abfassung einer Hausarbeit übt wichtige Arbeitsweisen ein, wie etwa die Entwicklung einer Fragestellung und deren Bearbeitung in Wort und Bild. Weiterhin wird die formale Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten geübt. Durch die für das Seminar vorgesehenen Fallbeispiele, die eine große zeitliche Spanne von der Steinzeit bis zur Wikingerzeit abdecken, erhalten die Studierenden zudem schlaglichtartig einen alternativen, nicht von Schriftquellen geprägten Blick auf europäische Geschichte.