Doris Gutsmiedl-Schümann

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Doris Gutsmiedl-Schümann

Seit dem Sommersemester 2008 bin ich regelmäßig in der Lehre tätig – einerseits in den archäologischen B.A.- und M.A.-Studiengängen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Freien Universität Berlin, andererseits in den fächerübergreifenden Modulen und Studienanteilen der Leuphana Universität Lüneburg und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Einige der Lehrveranstaltungen, die ich an der Universität Bonn abgehalten habe, waren auch für Studierende archäologischer Studiengänge der Universität Köln geöffnet.

Inhaltlich erstreckt sich die Bandbreite meiner fachspezifischen Lehre in der Vor- und Frühgeschichtlichen bzw. Prähistorischen Archäologie vom Einführungskurs für Erstsemester über materialorientierte formenkundliche Übungen zur Sachkultur unterschiedlicher eisenzeitlicher und nachchristlicher Epochen bis hin zu Seminaren mit theoretisch ausgerichteten und forschungsorientierten Themen sowie Veranstaltungen zur Berufsorientierung und zur Wissenschaftskommunikation.

Bei allen Lehrveranstaltungen genannten Lehrveranstaltungen fielen das Erstellen des inhaltlichen und didaktischen Konzepts, die Planung und Ausgestaltung der Veranstaltung, die Ausarbeitung der Themen für Studien- und Prüfungsleistungen sowie die Bewertung und Benotung der von den Studierenden erbrachten Beiträge und Leistungen in meine Zuständigkleit.

Eine Übersicht über meine Lehrveranstaltungen findet sich im Folgenden:


Freie Universität Berlin

Grundlagen, Theorien, Methoden

Arbeitstechniken und Grundlagen der Prähistorischen Archäologie

Inhalte: Wissenschaftliches Arbeiten in der prähistorischen Archäologie (Literaturrecherche und Zitierweise, Der mündliche Vortrag: Das Referat [mit Thesenpapier oder Handout], Die schriftliche Ausarbeitung: Die Hausarbeit) | Prospektionsmethoden | Die archäologische Ausgrabung und ihre rechtlichen Grundlagen | Datierungsmethoden und Chronologie | Verbreitungskarten und GIS | Das archäologische Experiment | Prähistorische Archäologie und ihre Nachbarwissenschaften (Dargestellt anhand von Beispiel aus den Steinzeiten [Die Schöninger Speere, Der Neandertaler, Ötzi], der Metallzeiten [Die Himmelsschreibe von Nebra, Der “Keltenfürst”von Hochdorf, Bergbau und Gräberfeld von Hallstatt] und dem ersten nachchristlichen Jahrtausend [Die Schlacht am Harzhorn, Die Siedlung Feddersen-Wierde, Das Grab des Childerich]) | Theorie und Fachgeschichte der prähistorischen Archäologie | Wohin nach dem Bachelorstudium? Weiterführende Studiengänge und Jobperspektiven in der prähistorischen Archäologie | Archäologie in den Medien

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) und seminaristischer Unterricht - Umfang: 2 SWS - Prüfungsform: Klausur - Zielgruppe: Bachelorstudengang, Fachstudierende, Erstsemester: Durchgeführt im Wintersemester 2016/2017

Grundlagen der Altertumswissenschaften II

Inhalte: Gräber und Bestattungen in prähistorischer Zeit | archäologische Anthropologie | Prähistorisches Siedlungswesen | Wirtschaftsarchäologie | Sozialarchäologie | Kultur und Wandel

Veranstaltungsformat: Vorlesung (Frontalunterricht) - Umfang: Anteil von 1 SWS an einer von allen den Bachelorstudiengang Altertumswissenschaften gemeinsam anbietenden Disziplinen gestalteten Grundlagenvorlesung mit insgesamt 6 SWS - Prüfungsform: Klausur - Zielgruppe: Bachelorstudierende, Fachstudierende, 2. Semester: Durchgeführt im Sommersemester 2018

Chronologisch übergreifend, regionaler Schwerpunkt

Archäologie des Nordatlantiks

Inhalte Einführungskurs: Einführung, Naturraum und Chronologien | Norwegens Küste: Von dem Ende der Eiszeit bis zu den Metallzeiten | Norwegens Küste: Wikingerzeit | Christianisierung Skandinaviens | Orkney & Shetland: Vom Neolithikum bis zur Wikingerzeit | Färöer in Wikingerzeit und Mittelalter | Island in Wikingerzeit und Mittelalter | Die nordische Besiedlung Grönlands | Wikinger in Neufundland | Archäologie auf Spitzbergen

Inhalte Seminar: Bildlichkeit und Schriftlichkeit | Zentrale Orte | Siedlung und Handwerk | Handel und Austausch | Schiffe und Seefahrt | Welt der Toten | Archäologie des Rechts

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) und Seminar (seminaristischer Unterricht) - Umfang: 4 SWS - Prüfungsform: Hausarbeit - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 2. - 6. Semester: Durchgeführt im Sommersemester 2017; Seminarleitung gemeinsam mit PD Dr. Ines Beilke-Voigt

Regional übergreifend, chronologischer Schwerpunkt

Vor- und Frühgeschichtliche Epochen im Überblick III: Eisenzeit

Inhalte: Übergang Urnenfelderzeit – frühe Eisenzeit | Chronologie der Hallstattzeit | Der Fundort Hallstatt | Hallstattzeitliche Siedlungsformen | „Fürstensitze“ und „Fürstengräber“ | Westhallstattkreis – Osthallstattkreis | Chronologie der La Téne-Zeit | Der Fundort La Téne | La Tène-zeitliche Siedlungsformen | Viereckschanzen | La Tène-zeitliche Grabformen | Kunststile der Eisenzeit | Chronologie und Grabfunde der Jastorf-Kultur | Der Fundort Jastorf | Die Billendorfer Kultur | Vorrömische Eisenzeit im Norden | Die Fritzens-Sanzeno-Kultur | Brandopferplätze im Alpenraum | Die baltischen Kulturen der vorrömischen Eisenzeit

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) - Umfang: 2 SWS - Prüfungsform: Klausur - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 1. und 3. Semester: Durchgeführt im Wintersemester 2017/2018

Vor- und Frühgeschichtliche Epochen im Überblick IV: Das erste nachchristliche Jahrtausend

Inhalte: Quellenkunde, Kulturelle Gliederung und Chronologiesysteme | Schriftliche Überlieferung und archäologischer Befund | Von Augstus bis zu den Markomannenkriegen | Von den Markomannenkriegen bis zum Einfall der Hunnen | Vom Hunneneinfall bis zur langobardischen Eroberung Italiens | Merowingerzeit und Karolingerzeit nordwärts der Alpen | Migrationen und Wanderungen im ersten Jahrtausend | Reiternomaden im ersten Jahrtausend: Hunnen – Awaren – Ungarn | Archäologie der Slawen | Skandinavien im ersten Jahrtausend | Kunststile des ersten Jahrtausends | Soziale Gruppen im ersten Jahrtausend

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) - Umfang: 2 SWS - Prüfungsform: Klausur - Zielgruppe: Bachelorstudierende, Fachstudierende, 2. und 4. Semester. Durchgeführt im Sommersemester 2016 und Sommersemester 2018; im Sommersemester 2018 gemeinsame Veranstaltung mit Dr. Morten Hegewisch

Themenfeld Gräber und Bestattungen

Grab- und Bestattungssitten, Alters- und Sozialstruktur am Beispiel merowingerzeitlicher Gräber und Gräberfelder

Inhalte: Analyse eines Gräberfelds | Beginn und Ende des sog. Reihengräberhorizontes | Das Phänomen der sekundären Graböffnungen | Frühe Kirchen und Christianisierung | Sozialstruktur in der Merowingerzeit | Aussagemöglichkeiten der Anthropologie | Alter und Geschlecht zur Merowingerzeit | Frauengräber | Männergräber | Kinder zur Merowingerzeit | Alte Menschen zur Merowingerzeit | besondere Grabfunde

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) und Seminar (seminaristischer Unterricht) – Umfang: 2 SWS – Prüfungsform: Essay – Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 1.-3. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2016

Themenfeld Gesellschaft

Archäologie als Quelle zur Sozialgeschichte des frühen Mittelalters

Inhalte: Quellen und Methoden | Gräberfelder - Spiegel der Bevölkerung? | Siedlungen | Die frühmittelalterlichen Eliten | Religion | Fremde |Krankheiten und Krisen | Frauen | Männer | alte Menschen | Kinder | aktuelle Forschungen

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) - Umfang: 1 SWS - Prüfungsform: Hausarbeit im passend hierzu angebotenen Seminar - Zielgruppe: Bachelorstudierende, Fachstudierende, 1. - 6. Semester: Durchgeführt im Sommersemester 2018

Bildliche Repräsentationen der Vergangenheit = Bilder der Vergangenheit? Kritische Reflektionen prähistorischer Lebensbilder

Inhalte (Einführungskurs): Einführung | Farbe und Farbigkeit | Häuser und Siedlungen | Lebensbilder aus Hallstatt | Schwierige Bilder? Darstellungen von Gewalt und Tod | Langlebige Bilder? Lebensbilder in Museen und Ausstellungen | statische Bilder - bewegte Bilder | politische Dimensionen von Lebensbildern | Fernsehdokumentationen und Verschwörungstheorien | Fernsehdokumenationen: Das Beispiel „legends of the lost (1/01)“| virtual reality: Das Beispiel von Ullastret, Spanien

Inhalte (Seminar): Einführung | politische Dimensionen von Lebensbildern | Lebensbilder in Schulbüchern | Lebensbilder in Kinder- und Jugendsachbüchern | Lebensbilder in populären Sachbüchern | Lebensbilder in Special Interest Zeitschriften | Zweidimensionale Lebensbilder in Museen und Ausstellungen: Grafiken, Bilder, Wandgemälde | Dreidimensionale Lebensilder in Museen und Ausstellungen: Dioramen und Gesichtsrekonstruktionen | Prähistorische Lebensbilder in Fernsehdokumentationen („Dokutainment“) | Prähistorische Lebensbilder in Film und Fernsehen (fiktional) | Living history und reenactment | Rollenspiele | Lebensbilder in Computerspielen | virtual reality

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) und Seminar (seminaristischer Unterricht) - Umfang: 3 SWS - Prüfungsform: Hausarbeit - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 2. - 6. Semester: Durchgeführt im Sommersemester 2018

Quellen und Methoden zur Erforschung des frühen Christentums vom Rhein bis zur Donau

Inhalte: Verbreitung, Organisation und Quellen des frühen Christentums in den Rhein- und Donauprovinzen | Christliche Identität – Römische Kontinuität | Archäologische Quellen (Gräberfelder etc.) | St. Severin und seine Zeit | Von Childerich zu Clodwig – Christianisierung der Franken | Arianismus | Kirchenbau | Frühes Christentum im Alpenraum: Stadt - Refugium | Aquileia und Salzburg | Missionierung

Veranstaltungsformat: Einführungskurs (Frontalunterricht) - Umfang: 1 SWS - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 2. - 6. Semester: Durchgeführt im Wintersemester 2016/2017; Seminarleitung gemeinsam mit PD Dr. Orsolya Heinrich-Tamaska

Wissenschaftskommunikation

Archäologie verfilmt

Inhalte: Einführung zu Dokumentarfilmen | Storytelling und Narrative - Diskussion des Beispiels „Tatort Eulau“ | Einführung zu Filmkritik | „Dokusoaps “ | experimentelle Archäologie im Dokumentarfilm | Entwurf einer Zuschauerbefragung zu Archäologie im Dokumentarfilm (zur Nutzung auf der Lange Nacht der Wissenschaften) | public outreach und Tourismus | Präsentationen von Filmkritiken

Veranstaltungsformat: Kolloquium (seminaristischer Unterricht) - Umfang: 2 SWS - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 2. und 3. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2019; Seminarleitung gemeinsam mit Prof. Dr. Elke Kaiser und Prof. Dr. Franz Schopper

Digitales storytelling als Mittel zur Archäologievermittlung

Inhalte: Einführung zu Twine und nicht-linearen Geschichten | educational games | Zielgruppen | Wortwahl und „Bilder im Kopf“ | Zeit und Zeitverständnis | Perspektiven | Stereotype | Narrative

Veranstaltungsformat: Seminaristische Übung (seminaristischer Unterricht) - Umfang: 3 SWS - Prüfungsform: Mündliche Präsentation eines im laufe des Semesters entworfenen und umgesetzten Twine-Projekts - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 2. und 3. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2019

Mehr als Schätze und Abenteuer: Öffentlich kommunizieren in den Altertumswissenschaften

Inhalte: Einführung in die Wissenschaftskommunikation | Pressestellen und Pressemitteilungen | Archäologie im Dokumentarfilm | Was ist ein Thema? Simulation einer Redaktionskonferenz | Geisteswissenschaften im Radio | populäre Fachzeitschriften | Podcasts | Was wollen Journalisten? | social media | Bilder und Bebilderung | Museen und Ausstellungen | Computerspiele

Veranstaltungsformat: Seminaristische Übung (seminaristischer Unterricht) - Umfang: 3 SWS - Prüfungsform: Schreiben eines populärwissenschaftlichen Artikels - Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 2. und 3. Studienjahr sowie Masterstudierende: Durchgeführt im Sommersemester 2019, Seminarleitung gemeinsam mit Dr. Nina Diezemann, Pressestelle der Freien Universität Berlin, und Dr. Hauke Ziemssen, Excellence Cluster Topoi

Speise und Trank in Vor- und Frühgeschichtlicher Zeit

Veranstaltungsformat: Kolloquium (seminaristischer Unterricht) und Tagungssimulation durch die Studierenden - Umfang: 3 SWS - Zielgruppe: Masterstudiengang. Fachstudierende, 1. und 2. Studienjahr: Durchgeführt im Wintersemester 2018/2019

Das im Rahmen der Veranstaltung von den Studierenden unter Anleitung organisierte öffentliche Vortragskolloquium fand am 18. Februar 2019 im TOPOI-Haus in Berlin-Dahlem statt; zum Kolloquium wurde von den Studierenden auch ein Heft mit kurzen, populärwissenschaftlichen Artikeln zu ihren jeweils von ihnen selbst gewählten Vortragsthemen erstellt.

Kleider machen Leute… Kleidung und Kleidungsrekonstruktionen in Vor- und Frühgeschichtlicher Zeit

Veranstaltungsformat: Kolloquium (seminaristischer Unterricht) und Tagungssimulation durch die Studierenden - Umfang: 3 SWS - Zielgruppe: Masterstudiengang. Fachstudierende, 1. und 2. Studienjahr: Durchgeführt im Wintersemester 2017/2018

Das im Rahmen der Veranstaltung von den Studierenden unter Anleitung organisierte öffentliche Vortragskolloquium fand am 5. Februar 2018 im TOPOI-Haus in Berlin-Dahlem statt; zum Kolloquium wurde von den Studierenden auch ein Heft mit kurzen, populärwissenschaftlichen Artikeln zu ihren jeweils von ihnen selbst gewählten Vortragsthemen erstellt. Weiterführend präsentierten die Studierenden ihre Themen als Posterpräsentationen auf der Langen Nacht der Wissenschaft 2018, und boten hier auch für Kinder ein Mitmachprogramm zu Kleidung in der Vor- und Frühgeschichte u.a. mit Ausmalbögen an.

Krankheit und Gesundheit in Vor- und Frühgeschichtlicher Zeit

Veranstaltungsformat: Kolloquium (seminaristischer Unterricht) und Tagungssimulation durch die Studierenden - Umfang: 3 SWS - Zielgruppe: Masterstudiengang. Fachstudierende, 1. und 2. Studienjahr: Druchgeführt im Wintersemester 2016/2017

Das im Rahmen der Veranstaltung von den Studierenden unter Anleitung organisierte öffentliche Vortragskolloquium „Krankheit und Gesundheit in Vor- und Frühgeschichtlicher Zeit“ fand am 1. Februar 2017 im TOPOI-Haus in Berlin-Dahlem statt; weitere Informationen finden sich auch unter http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/praehist/termine/AushangKolloquiumKrankheit.pdf

Berufsorientierung

Seminar zum praktischen Modul: Themen der Arbeitswelt

Inhalte: Wie sieht die Arbeitswelt für uns eigentlich aus? | „Macht“ und Hierarchien | Gender & Diversity in der Prähistorischen Archäologie | Spannungsfeld von Denkmalpflege und Wissenschaft | Vermittlung archäologischer Themen an eine interessierte Öffentlichkeit | Publizieren und Begutachten | Zusätzlich stellt jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin ein Praktikum vor, und stellt eine besondere Situation aus diesem Praktikum zur Diskussion.

Veranstaltungsformat: Seminar (seminaristischer Unterricht) - Umfang: 2 SWS - Zielgruppe: Masterstudiengang, Fachstudierende, 1. und 2. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2017 und 2018


Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Grundlagen, Theorien, Methoden

Einführung in die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie I: Quellen, Methoden, Aussagemöglichkeiten

Inhalte: Was ist Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie? | Quellengattungen, Fund und Befund | Das Dreiperiodensystem | Die typologische Methode | Relative Chronologie | Absolute Chronologie | Archäologie und ihre Nachbardisziplinen | Technologie und Technik

Veranstaltungsformat: Seminar – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 1. Semester: Durchgeführt im Wintersemester 2009/2010

Einführung in die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie II: Analysen, Modelle Interpretationen

Inhalte: Forschungsgeschichtlicher Überblick: Theorien in der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie | Analyse von Grabfunden | Prunkgräber | Kleidung und Kleidungsrekonstruktion | Aussagemöglichkeiten zu sozialen Gruppen einer Gesellschaft | Aussagemöglichkeiten zum Bestattungsritual | Analyse von Siedlungsbefunden | Aussagekraft von Lesefunden | Hort- und Depotfunde | Viereckschanzen | Symbolgut | Kartieren als Methode | Zum Begriff der Archäologischen Kultur | Ethnische Interpretation | Austauschbeziehungen | Migration | Handwerk | Landschafts- und Umweltarchäologie

Veranstaltungsformat: Seminar - Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 2. Semester: Durchgeführt im Sommersemester 2013

Grundlagen und aktuelle Probleme der Frühgeschichtsforschung

Inhalte: Europa im 1. Jahrtausend: Geographie, Naturraum, historisch-politischer Rahmen| Archäologische Quellenkunde und Chronologiesysteme | Von Augustus bis zu den Markomannenkriegen | Von den Markomannenkriegen bis zum Einfall der Hunnen | Vom Hunneneinfall bis zur langobardischen Eroberung Italiens | Jüngere Merowingerund Karolingerzeit nordwärts der Alpen | Von den ersten Reichtumszentren im Norden bis zur normannischen Eroberung Englands | Die insulare Welt nach dem Ende der Römerherrschaft in Britannien | Awaren und Slawen | Handel und Austausch | Kunststile | Soziale Gruppen | Identitäten | Mensch und Umwelt

Veranstaltungsformat: Seminar/Präsenzseminar – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudiengang, Fachstudierende, 1. Studienjahr: Durchgeführt im Wintersemester 2013/2014, 2014/2015, 2015/2016; Seminarleitung zusammen mit Dr. Ernst Pohl

Einführung in die Archäologische Geschlechterforschung

Inhalte: Theoretische und methodische Grundlagen | Pionierinnen in der Archäologie | Heutige Geschlechterverteilung im Fach | Männer und Frauen im archäologischen Befund: Archäologische und anthropologische Grundlagen | Fallbeispiele aus unterschiedlichen Epochen | Altersgruppen: Archäologische und anthropologische Grundlagen | Fallbeispiele aus unterschiedlichen Epochen | Ethnographische Vergleiche | Bildliche Darstellungen von prähistorischen Leben

Veranstaltungsformat: Seminar – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Fachstudierende im Bachelor- und Masterstudium: Durchgeführt im Sommersemester 2009

Einsatz von Datenbanken in der Archäologie

Inhalte: Einführung: Was sind Datenbanken | Forschungsgeschichte | Datenbanken in der Archäologie: Praxisbeispiele | Entwurf, Konzeption, Bau und Programmierung von Datenbanken | Entwurf von Datenbanken mit Hilfe von ER-Diagrammen| Entwurf einer Datenbank mit Microsoft Access oder Open Office Base| Dateneingabe: Formulare und Eingabehilfen | Quantitative und Qualitative Daten | Erstellen von Abfragen | SQLAbfragen | Weiterverarbeitung der Daten: Fallbeispiel Seriation | Anwendungsbeispiel WinBASP

Veranstaltungsformat: Seminar – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 1. und 2. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2008 und Sommersemester 2012

Chronologisch übergreifend, regionaler Schwerpunkt

Exkursion ins Baltikum mit vorbereitender Übung

Inhalte: Marija Gimbutas: The Balts | Grundlagen der Eisenzeit im Baltikum | Die Kauener Kultur und das Gräberfeld Marvele | Untermemel- und westlitauische Kulturgruppen | Der Siedlungskomplex Szwajcaria-Osinki | Das Gräberfeld Oberhof | Grobin als Stützpunkt der Waräger | Das Baltikum im überregionalen Verkehrsnetz der Wikingerzeit | Die östlichsten Hansestädte | Der Staat der Schwertbrüder | Dänische Kreuzzüge und Eroberungen im Ostbaltikum | Inflanten | Das Herder-Institut in Riga | Das Baltikum vom Molotov-Ribbentrop Vertrag bis 1990-1991

Veranstaltungsformat: Übung + Exkursion – Umfang: 2 SWS + 15 Exkursionstage – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 2. und 3. Studienjahr, Masterstudium: Durchgeführt im Wintersemester 2013/2014, Exkursion im Sommersemester 2014; Übungsleitung zusammen mit Prof. Dr. Michael Schmauder, Exkursionsleitung zusammen mit Dr. Ernst Pohl

Regional übergreifend, chronologischer Schwerpunkt

Sachkultur der Römischen Kaiserzeit und Völkerwanderungszeit

Inhalte: Chronologie und Arbeitsgebiet | Grab- und Bestattungssitten | Ausgewählte Gräberfelder | Prunkgräber | Kriegsbeuteopfer und Hortfunde | Fundmaterial: Fibeln und Schmuck | Fundmaterial aus Glas und Keramik | Siedlungsformen | Kulturgruppen | Migration

Veranstaltungsformat: Übung – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 2. und 3. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2009

Sachkultur der Merowinger- und Karolingerzeit

Inhalte: Frühe Merowingerzeit am Beispiel bajuwarischer Fundplätze | Kleidung und persönliche Ausstattung in der Merowingerzeit | Kleidung, Schmuck und Bewaffnung der Karolingerzeit | Kleinfunde aus Glas und Ton | Handel und Fernbeziehungen | Thüringer, Ostgoten, Langobarden | Westgoten und Vandalen | Romanische Funde | Christianisierung | Sekundäre Graböffnungen und Grabraub | Grabfunde der Karolingerzeit | Siedlungsfunde | Karolingische Königspfalzen

Veranstaltungsformat: Übung – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 2. und 3. Studienjahr: Durchgeführt im Wintersemester 2008/2009

Süddeutschland in der Bronzezeit

Inhalte: Chronologie | Metallurgie | Hortfunde | Umwelt, Ackerbau und Viehzucht | Siedlung, Handel und Gesellschaft | Bestattungssitten und Religion | Frühbronzezeitliche Gräberfelder und Kulturgruppen | Frühbronzezeitliche Uferrandsiedlungen | Höhensiedlungen | Beispiele ausgewählter Formengruppen | Grabhügel der mittleren Bronzezeit | Bronzezeitliche Wagengräber | Grabfunde und Siedlungen der Urnenfelderzeit

Veranstaltungsformat: Seminar – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 2. Studienjahr: Durchgeführt im Wintersemester 2012/2013

Themenfeld Gräber und Bestattungen

Analysen in der Gräberfeldarchäologie

Inhalte: Gräberfelder als archäologische Quelle | Chronologie und Datierungsmethoden | Intentionale und funktionale Daten | Anthropologie und Archäologie, Sex und Gender | Induktion und Deduktion; Hermeneutik | Grabbau | Grabausstattung und Beigabenkategorien | Lage von Objekten im Grab | Grabraub | Entwicklung von frühmittelalterlichen Gräberfeldern | Interpretationen von Analysen und Kartierungen | Exemplarische Analyse eines Gräberfelds: Aschheim-Bajuwarenring | Exemplarische Analyse eines Gräberfelds: Straubing-Bajuwarenstraße

Veranstaltungsformat: Übung – Umfang: 2 SWS – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 1. und 2. Studienjahr: Durchgeführt im Sommersemester 2013 und Wintersemester 2014/2015. Im Wintersemester 2014/2015 wurde diese Veranstaltung im flipped classroom-Modell durchgeführt: Die Grundlagen der Thematik wurden den Studiernden mit Hilfe von Podcasts vermittelt, die Anwendung der Inhalte erfolgte in den Präsenzsitzungen.

Bestattungsplätze an der Peripherie des Karolingerreiches. Zur Repräsentation lokaler Eliten im überregionalen Vergleich

Inhalte: Der Nordkreis nach Frauke Stein | Der Südkreis nach Frauke Stein | Karolingerzeitliche Gräberfelder im südöstlichen Niedersachsen und Mitteldeutschland | Liebenau: Ein Beispiel für Kontinuität bis in die Karolingerzeit | Das friesische Gräberfeld von Dunum | Die Gräberfelder von Zetel, Ketzendorf, Maschen und Oldendorf | Die Gräber von Haithabu | Bestattungssitten in Dänemark vom 8. bis zum 11. Jahrhundert | Das Hügelgräberfeld in den „Schwarzen Bergen“ bei Ralswiek | Karolingerzeitliche Gräberfelder aus Nordostbayern | Das karolingerzeitliche Hügelgräberfeld von Wimm, Niederösterreich | Slawische Nekropolen in Österreich | Die Gräberfelder von Garabonc I-II und Zalaszabar-Dezsősziget | Die Gräberfelder von Pókaszepetk | Karolingerzeitliche Grabfunde in Kroatien | Das Gräberfeld von Nové Zámky | Die Gräber von Mikulčice | Gräberfelder des 6. bis 9. Jahrhunderts an der unteren Donau

Veranstaltungsformat: Hauptseminar – Umfang: 2 SWS – Prüfungsform: Hausarbeit – Zielgruppe: Bachelorstudium, Fachstudierende, 3. Studienjahr; Masterstudierende: Durchgeführt im Wintersemester 2009/2010; Seminarleitung zusammen mit Prof. Dr. Jan Bemmann


Leuphana Universität Lüneburg

Lehre im Leuphana Semester

Medizinische Versorgung und Gesundheitsfürsorge in römischer Kaiserzeit, Spätantike und Frühmittelalter

Seminar, 2 SWS, Wintersemester 2011/2012, Modul “Wissenschaft macht Geschichte” des Leuphana Semesters

Idee und prinzipieller Aufbau des Seminars

Das Seminar ist in drei chronologische Blöcke unterteilt, die sich mit römischer Medizin des ersten nachchristlichen Jahrhunderts, mit medizinischer Versorgung im römischen Militär und in den römischen Provinzen im 3. Jahrhundert und mit Krankenfürsorge und Medizin im frühen Mittelalter, vor allem im 6. Jahrhundert beschäftigen. In allen drei Themenbereichen sollen Fragen nach Gesundheitsfürsorge oder Hygiene als weiterer Aspekt der medizinischen Versorgung ebenfalls betrachtet werden. Unterschiedliche Rollen von Männern und Frauen, von Familienmitgliedern und auf medizinische Bereiche spezialisierte Berufsgruppen sollen dabei ebenfalls im Blick behalten werden.

Im ersten Themenblock, der sich mit römischer Medizin im ersten Jahrhundert n.Chr. beschäftigt, stehen zunächst die schriftlichen Quellen zu antiker Medizin und Biographien bzw. Lebensgeschichten von römischen Ärzten im Mittelpunkt. In einem zweiten Schritt werden anhand von Funden und Befunden aus Pompeji bildliche Zeugnisse, Inschriften und Artefakte der materiellen Kultur zur weiteren Betrachtung von Medizin und Gesundheitsfürsorge im ersten Jahrhundert hinzugezogen. In diesem ersten Themenblock sollen von den Studierenden grundlegende Techniken im Umgang mit schriftlichen, bildlichen und materiellen Quellen und dementsprechende Quellenkritik erlernt und eingeübt werden.

Im zweiten Themenblock stehen die medizinische Versorgung des römischen Militärs und der Bevölkerung in den römischen Provinzen nördlich der Alpen im Mittelpunkt; zudem soll die Frage nach Einflüsse römischer Medizin auf Bevölkerungsgruppen außerhalb des römischen Reiches, im sog. freien Germanien, untersucht werden. Ausgehend von den in Themenblock 1 erarbeiteten Ergebnissen werden hier von den Studierenden nun zum einen durch entsprechende Transferleistungen, wie etwa Vergleiche oder Analogieschlüsse, zum anderen durch das erneute Anwenden bereits erlernter Quellenkritik auf schriftliche, bildliche und materielle Zeugnisse neue Erkenntnisse gewonnen.

Ausgestattet mit dem Wissen und der Erfahrung aus den ersten beiden Themenblöcken können sich die Studierenden nun die Quellen zum dritten Themenblock, der sich mit der Medizin im frühen Mittelalter, vor allem im 6. Jahrhundert n.Chr. beschäftigt, erschließen. Inhaltlich wird es in diesem Themenblock zum einen um die erste nachgewiesene europaweite Pestepidemie, die sog. Justinianische Pest, gehen, zum anderen sollen sich die Studierenden mit Nachweise von Krankenfürsorge und Volksmedizin in den Gebieten nördlich der Alpen kritisch auseinandersetzen.

Lernziele

In diesem Seminar üben die Studierenden anhand eines spezifischen Themas den Umgang mit verschiedenartigen Quellen, lernen sie in ihrer Aussagekraft zu bewerten und im Hinblick auf konkrete Fragestellungen zu benutzen. Sie entwickeln für Ihre Hausarbeit eine konkrete wissenschaftliche Fragestellung zum Seminarthema, und bearbeiten dies in einer eigenständigen schriftlichen Arbeit.

Lehre im Komplementärstudium

Bildliche Darstellungen der Vergangenheit = Bilder der Vergangenheit? Kritische Reflektionen mit speziellem Fokus auf Gender und Diversity

Idee und prinzipieller Aufbau des Seminars

“Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte…”: Bildliche und mediale Darstellungen vergangener Epochen sind allgegenwärtig, und beeinflussen unsere Sicht auf Vergangenheit und Gegenwart. Sie finden sich Beispielsweise in Museen, in Schul- und Kinderbüchern, in Fernsehdokumentationen, in Filmen und Videospielen. Doch wie wird hier das Leben in der Vergangenheit dargestellt? Auf welche Quellen können sich die einzelnen Aspekte dieser Darstellungen stützen, und für welche Elemente gibt es keine Belege? Sagen diese Bilder überhaupt etwas über die Vergangenheit aus, oder stellen diese Bilder vielmehr einen Blick auf unsere Gegenwart dar? In diesem Seminar geht es zunächst darum, welche Möglichkeiten Archäologie, Geschichtswissenschaft und Ethnographie haben, um mit ihren Forschungsergebnissen etwas zu Bildern der Vergangenheit beizusteuern, aber auch darum, welche Aussagen mit ihren Quellen nicht getroffen werden können. Es folgen kritische Blicke auf bildliche Darstellungen beispielsweise der Steinzeiten, der Bronzezeit oder des Zeitalters der Industrialisierung.

Lernziele

Die Studierenden lernen die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher historisch und kulturwissenschaftlich arbeitender Geisteswissenschaften kennen, Sie setzen sich mit der eigenen kulturellen Eingebundenheit auseinander, und reflektieren, in wieweit Kultur und Gesellschaft unbewusst auch aktuelle Forschungsarbeiten beeinflussen können. Durch den speziellen Fokus auf Gender und Diversity werden Rollenbilder hinterfragt, und durch den Blick auf die Bilder der Vergangenheit und ihrer Quellen auch andere Rollenbilder erkundet.

Krankheit und Gesundheit in römischer Kaiserzeit, Spätantike und Frühmittelalter

Idee und prinzipieller Aufbau des Seminars

In drei chronologisch und thematisch unterscheidbaren Blöcken setzen sich die Studierenden in diesem Seminar mit römischer Medizin des ersten nachchristlichen Jahrhunderts, mit medizinischer Versorgung im römischen Militär und in den römischen Provinzen im 3. Jahrhundert und mit Krankenfürsorge und Medizin im 6. Jahrhundert auseinander. Hierzu werden auch Fragen nach bewusster Gesundheitsfürsorge, nach Lebensbedingungen v.a. im Bezug auf Ernährung und Hygiene, und unterschiedliche Rollen von Männern und Frauen, von Familienmitgliedern und auf medizinische Bereiche spezialisierte Personengruppen betrachtet. Hierzu werden schriftliche, bildliche und archäologische bzw. materielle Quellen sowie moderne naturwissenschaftliche Analysen an Skelettbefunden herangezogen.

Im ersten Themenblock geht es um römische Medizin im ersten Jahrhundert n. Chr.. Hier stehen zunächst die schriftlichen Quellen zu antiker Medizin und Biographien bzw. Lebensgeschichten von römischen Ärzten im Mittelpunkt. Hierzu werden Funde und Befunde aus Pompeji sowie bildliche Zeugnisse, Inschriften und Artefakte der materiellen Kultur zur Auswertung herangezogen.

Im zweiten Themenblock stehen die medizinische Versorgung des römischen Militärs und der Bevölkerung in den römischen Provinzen nördlich der Alpen im Mittelpunkt; zudem soll die Frage nach Einflüsse römischer Medizin auf Bevölkerungsgruppen außerhalb des römischen Reiches untersucht werden.

Der dritte Themenblock setzt sich mit der Medizin im frühen Mittelalter auseinander. Inhaltlich geht es hier zum einen um die erste nachgewiesene europaweite Pestepidemie, die sog. Justinianischen Pest, und die unterschiedlichen Reaktionen von Bevölkerungen auf diese Seuche, zum anderen um Nachweise von Krankenfürsorge und Volksmedizin wie sie z.B. durch Prothesen oder Kräuteramuletten in frühmittelalterlichen Grabfunden nachgewiesen sind.

Lernziele

Die Studierenden lernen die Aussagekraft der unterschiedlichen Quellengattungen im jeweiligen Kontext zu bewerten, und setzen sich mit den Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher historisch und kulturwissenschaftlich arbeitender Geisteswissenschaften sowie ihrer naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen auseinander. Sie beschäftigen sich mit den Themen Krankheit und Gesundheit in unterschiedlichen Kulturen, und setzen sich auch mit der eigenen Erwartungshaltung an den historischen Befund und der eigenen kulturellen Eingebundenheit auseinander.

Materielle Kultur als Quelle europäischer Geschichte

Idee und prinzipieller Aufbau des Seminars

Im Mittelpunkt des Seminars steht materielle Kultur. Objekte aus der materielle Kultur bzw. Überreste von von Menschen gemachten und benutzten Dingen liegen aus allen Zeiten vor, und anhand dieser Objekte und Artefakte lassen sich viele Aspekte vergangener Lebenswelten und Epochen schlaglichtartig erforschen. Zudem ist die Menschheitsgeschichte ist in weiten Teilen schriftlos, und nur über materielle Kultur zu fassen; in über schriftliche Quellenerfassbaren Zeiten stellt die materielle Kultur eine willkommene Ergänzung historischer bzw. kulturhistorischer Forschung dar. Die Studierenden sollen in diesem Seminar zunächst in einer Einführung mit Theorien und Methoden zum Umgang mit materieller Kultur vertraut gemacht werden und die entsprechende Quellenkritik erlernen (1. Sitzung). Anschließend weiten sie sich anhand von ausgewählten Fallbeispielen von der Steinzeit bis zur Moderne ein thematisch abgegrenztes Gebiet materieller Kultur (2.-5. Sitzung). Sofern organisatorisch möglich, soll eine Sitzung des Blockseminars in einem Museum stattfinden, um eine optimale Anbindung an den Forschungsgegenstands des Seminars zu erreichen.

Lernziele

Die Studierenden üben anhand eines spezifischen, von ihnen gewählten Themas, welches in einer Präsentation im Seminar vorgestellt und im Rahmen einer Hausarbeit vertiefend bearbeitet wird, den Umgang mit verschiedenartigen materiellen Quellen, lernen sie in ihrer Aussagekraft zu bewerten und im Hinblick auf konkrete Fragestellungen zu benutzen. Die im Seminar vorgesehene Präsentation übt das Vortragen eines spezifischen Themas mit Bildmaterial, und in der nachfolgenden Diskussion müssen die Studierenden spontan auf die Fragen ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen eingehen und mündlich stringent argumentieren. Die Abfassung einer Hausarbeit übt wichtige Arbeitsweisen ein, wie etwa die Entwicklung einer Fragestellung und deren Bearbeitung in Wort und Bild. Weiterhin wird die formale Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten geübt. Durch die für das Seminar vorgesehenen Fallbeispiele, die eine große zeitliche Spanne von der Altsteinzeit bis zur Moderne abdecken, erhalten die Studierenden zudem schlaglichtartig einen alternativen Blick auf die europäische Geschichte.


Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Einführung in die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie: Bodendenkmäler und materielle Kultur als Quelle europäischer Geschichte

Modul der Interdisziplinären Studienanteile von Bachelor- und Masterstudiengängen

Idee und prinzipieller Aufbau des Seminars

Im Mittelpunkt des Seminars stehen mit Bodendenkmälern und materieller Kultur die klassische Untersuchungsgegenstände der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie. Objekte aus der materielle Kultur bzw. Überreste von von Menschen gemachten und benutzten Dingen liegen aus nahezu allen Zeiten vor, und anhand dieser Objekte und Artefakte lassen sich viele Aspekte vergangener Lebenswelten und Epochen schlaglichtartig erforschen. Zudem ist die Menschheitsgeschichte ist in weiten Teilen schriftlos, und nur über Bodendenkmäler und materielle Kultur zu fassen. In über schriftliche Quellen erfassbaren Zeiten stellen Bodendenkmäler und materielle Kultur eine willkommene Ergänzung historischer bzw. kulturhistorischer Forschung dar.

Das Seminar „Einführung in die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie: Bodendenkmäler und Materielle Kultur als Quelle europäischer Geschichte“ hat einen Umfang von 4 SWS (Semesterwochenstunden). Die Studierenden werden in diesem Seminar zunächst in einer Einführung mit Theorien und Methoden zur Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie vertraut gemacht und erlernen die entsprechende Quellenkritik. Anschließend erarbeiten sie sich anhand von ausgewählten Fallbeispielen von der Steinzeit bis zur Wikingerzeit ein thematisch abgegrenztes Gebiet materieller Kultur. Dieses Thema wird in einem Referat im Seminar präsentiert und in einer Hausarbeit schriftlich ausgearbeitet. Fester Bestandteil des Seminars ist der Besuch des archäologischen Museums Hamburg und des archäologischen Wanderpfads in der Fischbeker Heide, um eine optimale Anbindung an materielle Kultur vor- und frühgeschichtlicher Epochen und an archäologische Fundstellen Norddeutschlands zu gewährleisten.

Lernziele

Die Studierenden üben anhand eines spezifischen, von ihnen gewählten Themas, welches in einer Präsentation im Seminar vorgestellt und im Rahmen einer Hausarbeit vertiefend bearbeitet wird, den Umgang mit verschiedenartigen materiellen Quellen, lernen sie in ihrer Aussagekraft zu bewerten und im Hinblick auf konkrete Fragestellungen zu benutzen. Die im Seminar vorgesehene Präsentation übt das Vortragen eines spezifischen Themas mit Bildmaterial, und in der nachfolgenden Diskussion müssen die Studierenden spontan auf die Fragen ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen eingehen und mündlich stringent argumentieren. Die Abfassung einer Hausarbeit übt wichtige Arbeitsweisen ein, wie etwa die Entwicklung einer Fragestellung und deren Bearbeitung in Wort und Bild. Weiterhin wird die formale Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten geübt. Durch die für das Seminar vorgesehenen Fallbeispiele, die eine große zeitliche Spanne von der Steinzeit bis zur Wikingerzeit abdecken, erhalten die Studierenden zudem schlaglichtartig einen alternativen, nicht von Schriftquellen geprägten Blick auf europäische Geschichte.

Dieses Seminar wurde im Herbsttrimester 2012 sowie im Frühjahrs- und Herbsttrimester 2013 als eintrimestriges Modul angeboten; im Frühjahrs- und Herbsttrimester 2014 lief es als zweitrimestriges Modul. Im Herbsttrimster 2014, im Winter- und Frühjahrtrimester 2015 sowie im Winter-, Frühjahrs- und Herbsttrimester 2016, 2017, 2018 und 2019 wurde dieses Seminar wieder als eintrimestriges Modul angeboten.

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Über mich

Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin