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Kontinuität und Wandel von Lebenswelten im regionalen und diachronen Vergleich während der Spätantike

Projektbeschreibung:

Der zeitliche Rahmen, in welchem sich das Projekt bewegt, wird im Titel mit dem Begriff „Spätantike“ umschrieben. Historisch-politisch soll die Spätantike als die Zeit von Diokletian (284-305) bis Justinian (527-565) verstanden werden. Archäologisch gesehen umfasst dies einen Großteil der jüngeren römischen Kaiserzeit, die Völkerwanderungszeit und Teile der älteren Merowingerzeit. Damit umfasst der Untersuchungszeitraum sowohl Perioden politischer und wirtschaftlicher Stabilität als auch von Umbrüchen geprägte Zeiten, und ist gut dazu geeignet, Kontinuität und Wandel von Lebenswelten unter unterschiedlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu untersuchen.

Im Rahmen des Projektes sollen mit Hilfe von soziologischen und philosophischen Konzepten zu Lebenswelten und sozialen Rollen sowie mit Hilfe des Habituskonzepts die theoretischen und methodischen Grundlagen erarbeitet werden, um Lebenswelten anhand von Siedungs- und Grabfunden erforschen zu können. Im Laufe der Arbeiten sollen diese anhand von konkreten Fallbeispielen und Fundstellen verfeinert werden. Hierzu sollen Kontinuität und Wandel von Lebenswelten der Spätantike in den drei gewählten Beispielregionen Elbe-Weser-Dreieck, Saar-Mosel-Raum und Kent untersucht und die Ergebnisse der einzelnen Regionen diachron miteinander verglichen werden. Ausgangspunkt der Untersuchungen bilden dabei archäologische Quellen, die je nach Verfügbarkeit weiterer Quellen um solche aus Nachbarwissenschaften ergänzt werden. Dabei zeichnen sich diese drei räumlich voneinander getrennten, aber in der Spätantike doch miteinander kommunizierenden Beispielregionen durch einen guten Stand der Quellenerschließung und -edition aus. Sie verfügen über unterschiedliche naturräumliche Gegebenheiten und sind eingebunden in unterschiedliche politische Räume: Kent und der Saar-Mosel-Raum gehören zu Beginn des Untersuchungszeitraums zum Römischen Reich; mit Trier liegt in letzterem zudem eine Kaiserresidenz; das Elbe-Weser-Dreieck wiederum ist Teil des Barbaricums. Im Verlauf der Spätantike sind diese Gebiete unterschiedlichen Ereignissen und Veränderungen unterworfen, daher ist es reizvoll, sie gegen einander zu kontrastieren. Im Falle von Kent und Trier bietet sich zudem die Möglichkeit, die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen mit den von dort vorliegenden schriftlichen Quellen zu vergleichen.

Eingeworbene Drittmittel:

Maria von Linden-Frauenförderprogramm: für die Finanzierung einer wissenschaftlichen Hilfskraft mit 10 Stunden/Woche für 18 Monate zur Unterstützung bei der Datenaufnahme in der ersten Projektphase